Android 16 QPR2 wurde veröffentlicht
Schnellere Innovationen mit der ersten Minor SDK-Version für Android
Heute veröffentlichen wir Android 16 QPR2. Diese Version bietet eine Reihe von Verbesserungen in Bezug auf Nutzerfreundlichkeit, Entwicklerproduktivität und Media-Funktionen. Sie stellt einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der Android-Plattform dar, da erstmals eine untergeordnete SDK-Version verwendet wird.
Ein Meilenstein für die Plattformentwicklung: Die Nebenversion des SDK
Mit kleineren SDK-Releases können wir APIs und Funktionen schneller als im Rahmen der jährlichen Hauptplattform-Releases bereitstellen. So können die Plattform und Ihre Apps schneller von neuen Funktionen profitieren. Im Gegensatz zu Hauptreleases, die Verhaltensänderungen enthalten können, die sich auf die App-Kompatibilität auswirken, sind die Änderungen in QPR2 größtenteils additiv, sodass weniger Regressionstests erforderlich sind. Verhaltensänderungen in QPR2 konzentrieren sich hauptsächlich auf Sicherheit oder Barrierefreiheit, z. B. den Schutz von SMS-Einmalpasswörtern oder die Unterstützung des erweiterten dunklen Designs.
Dazu haben wir ab Android 16 neue Felder in die Klasse Build eingeführt, mit denen Ihre App diese neuen APIs mit SDK_INT_FULL und VERSION_CODES_FULL prüfen kann.
if ((Build.VERSION.SDK_INT >= Build.VERSION_CODES.BAKLAVA) && (Build.VERSION.SDK_INT_FULL >= Build.VERSION_CODES_FULL.BAKLAVA_1)) {
// Call new APIs from the Android 16 QPR2 release
}
Verbesserte Nutzerfreundlichkeit und Anpassungsmöglichkeiten
Mit QPR2 werden die Personalisierung und Barrierefreiheit von Android verbessert. Nutzer haben mehr Kontrolle darüber, wie ihre Geräte aussehen und sich anfühlen.
Erweitertes dunkles Design
Um die Nutzerfreundlichkeit für Nutzer mit Sehschwäche, Lichtempfindlichkeit oder für Nutzer, die einfach ein dunkles Systemdesign bevorzugen, zu verbessern, wurde in QPR2 eine erweiterte Option für das dunkle Design eingeführt.
Die alte Fitbit App mit dem erweiterten dunklen Design; die neue Fitbit App unterstützt direkt einen Dark Mode
Wenn ein Nutzer die erweiterte Einstellung für das dunkle Design aktiviert, verwendet das System das Attribut „isLightTheme“ des Designs Ihrer App, um zu bestimmen, ob die Invertierung angewendet werden soll. Wenn Ihre App von einem der Standard-DayNight-Designs abgeleitet wird, erfolgt dies automatisch. Falls nicht, müssen Sie isLightTheme="false" in Ihrem dunklen Design deklarieren, damit Ihre App nicht versehentlich invertiert wird. Standardmäßige Android-Ansichten, Composables und WebViews werden invertiert, benutzerdefinierte Rendering-Engines wie Flutter jedoch nicht.
Diese Funktion ist hauptsächlich als Bedienungshilfe gedacht. Wir empfehlen dringend, ein natives dunkles Design zu implementieren, da Sie so die volle Kontrolle über das Erscheinungsbild Ihrer App haben. Sie können die Identität Ihrer Marke schützen, dafür sorgen, dass Text lesbar ist, und verhindern, dass visuelle Fehler auftreten, wenn Ihre Benutzeroberfläche automatisch invertiert wird. So können Sie Ihren Nutzern eine ausgereifte und zuverlässige Nutzung ermöglichen.
Benutzerdefinierte Symbolformen und automatisches Theming
In QPR2 können Nutzer bestimmte Formen für ihre App-Symbole auswählen, die für alle Symbole und Ordner-Vorschaubilder gelten. Wenn Ihre App kein eigenes thematisches Symbol bereitstellt, kann das System jetzt automatisch eines generieren, indem es einen Farbfilteralgorithmus auf Ihr vorhandenes Launcher-Symbol anwendet.
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| Benutzerdefinierte Symbolformen | |
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| Symbolform und ‑farbe in Android Studio testen | Automatisches Filtern der Farbe von Systemsymbolen |
Interaktive Auswahlsitzungen
Das Teilen ist jetzt dynamischer. Apps können die Benutzeroberfläche interaktiv halten, auch wenn das System-Sharesheet geöffnet ist. So können Inhalte im Chooser in Echtzeit aktualisiert werden.
Produktivität und App-Leistung steigern
Wir führen Tools und Updates ein, mit denen Sie Ihren Workflow optimieren und die App-Leistung verbessern können.
Linux-Entwicklungsumgebung mit GUI-Anwendungen
Die Funktion für die Linux-Entwicklungsumgebung wurde erweitert und unterstützt jetzt die Ausführung von Linux-GUI-Anwendungen direkt in der Terminalumgebung.
Wilber, das GIMP-Maskottchen, wurde von Aryeom Han entworfen und ist unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 lizenziert. Der Screenshot der GIMP-Oberfläche wird mit freundlicher Genehmigung verwendet.
Generational Garbage Collection
Die Android-Laufzeit (ART) enthält jetzt einen Generational Concurrent Mark-Compact (CMC) Garbage Collector. Dadurch konzentriert sich die Erfassung auf neu zugewiesene Objekte, was zu einer geringeren CPU-Auslastung und einer besseren Akkueffizienz führt.
Messwerte zum Widget-Engagement
Sie können jetzt Nutzerinteraktionsereignisse wie Klicks, Scrolls und Impressionen abfragen, um besser zu verstehen, wie Nutzer mit Ihren Widgets interagieren.
Vorbereitung auf die Seitengröße von 16 KB
Um Sie bei der Vorbereitung auf zukünftige Architekturvorgaben zu unterstützen, haben wir Frühwarnungsdialoge für debugfähige Apps hinzugefügt, die nicht an 16-KB-Seiten ausgerichtet sind.
Medien, Konnektivität und Gesundheit
QPR2 bietet wichtige Updates für Medienstandards und Geräteverbindungen.
IAMF und Audiofreigabe
Wir haben die Software-Decodierung für IAMF (Immersive Audio Model and Formats), ein Open-Source-Spatial-Audio-Format, hinzugefügt. Außerdem ist die persönliche Audiofreigabe für Bluetooth LE Audio jetzt direkt in die Systemausgabe-Umschaltfunktion integriert.
Health Connect-Updates
Health Connect erfasst jetzt automatisch Schritte mithilfe der Gerätesensoren. Wenn Ihre App die Berechtigung „READ_STEPS“ hat, sind diese Daten über das Paket „android“ verfügbar. Das vereinfacht nicht nur den Code, der für die Schrittzählung erforderlich ist, sondern ist auch energieeffizienter. Außerdem können jetzt Gewicht, Satzindex und subjektive Belastung (Rate of Perceived Exertion, RPE) in Trainingssegmenten erfasst werden.
Reibungslosere Migrationen
Eine neue Data Transfer API von Drittanbietern ermöglicht eine zuverlässigere Datenmigration zwischen Android- und iOS-Geräten.
Datenschutz und Sicherheit verbessern
Sicherheit hat weiterhin oberste Priorität. Neue Funktionen sollen Nutzerdaten und die Geräteintegrität schützen.
Entwicklerbestätigung
Wir haben APIs eingeführt, um die Entwicklerbestätigung während der App-Installation zu unterstützen, sowie neue ADB-Befehle, um Bestätigungsergebnisse zu simulieren. Als Entwickler können Sie Apps ohne Bestätigung über ADB installieren. So können Sie weiterhin Apps testen, die nicht für die breite Masse der Nutzer gedacht oder noch nicht bereit für die Verteilung sind.
SMS-OTP-Schutz
Die Zustellung von Nachrichten mit einem SMS-Retriever-Hash wird bei den meisten Apps um drei Stunden verzögert, um das Abfangen von Einmalpasswörtern zu verhindern. Der Broadcast RECEIVE_SMS wird zurückgehalten und Datenbankabfragen des SMS-Anbieters werden gefiltert. Die SMS ist für diese Apps nach der dreistündigen Verzögerung verfügbar.
Sperrmodus-Gerät
Es wird ein neuer Sicherheitsstatus auf Systemebene eingeführt: „Sperrmodus“. Wenn die Funktion aktiviert ist (z. B. per Remotezugriff über „Mein Gerät finden“), wird das Gerät sofort gesperrt. Zum Entsperren ist dann die primäre PIN, das primäre Muster oder das primäre Passwort erforderlich. Dadurch wird die Sicherheit erhöht. Wenn der Modus aktiv ist, werden Benachrichtigungen und Schnellzugriffsfunktionen auf dem Sperrbildschirm ausgeblendet und die biometrische Entsperrung wird möglicherweise vorübergehend deaktiviert.
Jetzt starten
Wenn Sie nicht am Beta- oder Canary-Programm teilnehmen, sollte Ihr Pixel-Gerät in Kürze das Android 16 QPR2-Release erhalten. Wenn Sie kein Pixel-Gerät haben, können Sie die 64‑Bit-System-Images mit dem Android Emulator in Android Studio verwenden. Wenn Sie derzeit die Betaversion von Android 16 QPR2 verwenden und die Betaversion von Android 16 QPR3 noch nicht installiert haben, können Sie sich vom Programm abmelden. Sie erhalten dann die Release-Version von Android 16 QPR2 Over-the-Air.
Für eine optimale Entwicklung mit Android 16 QPR2 empfehlen wir die Verwendung des aktuellen Canary-Builds von Android Studio Otter.
Nochmals vielen Dank an alle, die an unserem Android-Betaprogramm teilgenommen haben. Wir sind gespannt, wie Sie die Updates in Android 16 QPR2 in Ihren Apps nutzen.
Vollständige Informationen zu Android 16 QPR2 finden Sie auf der Entwicklerwebsite für Android 16.
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